(41) Energieraubende manipulative Spiele: Wie man sie erkennt und ihnen entkommt (Teil 1)

Heute befasse ich mich mit einem Thema, dass uns allen sicher bekannt ist. Es geht darum, einen Weg zu finden, um mit Menschen, die einem nicht guttun, umzugehen.

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Energie-Räuber erkennen

Immer, wenn wir uns nach einer Begegnung mit einem anderen Menschen erschöpft und ausgelaugt fühlen, hat uns diese Person unbewusst Energie geraubt. Wir haben erlaubt, dass dieser Mensch unsere Grenzen überschreitet und haben uns unbewusst seinen Spielregeln unterworfen. Wir sind in dessen Falle geraten, nämlich ihm dazu zu verhelfen, dass er sich gut und überlegen fühlt.

Wenn wir erkannt haben, dass uns eine Person nicht guttut und wir uns bewusst machen, dass es sich dabei um ein Spielverhalten handelt, das den Zweck hat, uns ungute Gefühle zu vermitteln, wäre der nächste Schritt herauszufinden, um welches Spiel es sich handelt, damit wir aus diesem als Sieger hervorgehen.

Die Gemeinsamkeiten aller Spieler-Typen

Wie Ihnen bereits bekannt ist, gibt es in der Psychographie drei Persönlichkeitstypen. Somit gibt es auch drei unterschiedliche Spielverhalten mit unterschiedlichen Zielen.

Allen Spielern ist jedoch gemein, dass sie Fähigkeiten meiden, die ihnen helfen, ihre Herausforderungen selbst zu lösen und ihre Ziele zu erreichen. Und dies Fähigkeiten delegieren sie an ihre Mitspiele.

So vermeiden die einen, selbst nachzudenken, die anderen wiederum für sich selbst zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen, und der letzte Persönlichkeitstyp verwehrt sich den Zugang zu seinen eigenen Gefühlen.

Die verführerischen Spiele des Beziehungs-Typs

Beginnen wir mit den verführerischen und einladenden Spielen des Beziehungs-Typs. Bei seinen Spielen geht es darum, sich die Aufmerksamkeit und sinnenhafte Zuwendung anderer zu holen und deren Denken zu beschäftigen.

Der Beziehungs-Typ ist in der Lage, drei unterschiedliche Spiele zu spielen.

Das „Ja-aber-Spiel“ des Beziehungs-Typs

Bei diesem Spiel gaukelt uns der Beziehungs-Typ vor, dass er ein Problem habe. Dass er in einer schlimmen Lage sei und gerettet werden müsse. Wenn wir es dann geschafft hätten in zu retten, würden wir eine Belohnung bekommen.

Unbewusst signalisiert dieser Typ uns, dass er uns mag, er ein liebes Kind ist und machen wird, was wir ihm vorschlagen.

Sein wahres Ziel ist jedoch, alle Lösungsvorschläge zu verwerfen und uns vor Augen zu halten, dass wir unfähig sind ihm zu helfen. Dadurch vermittelt er uns, dass er uns in allem überlegen ist.

Das „sich-selbst-retten-Spiel“ des Beziehungs-Typs

Hier setzt dieser Typ von Anfang an voraus, dass ihm sowieso niemand helfen kann und möchte sich dieser pessimistischen Erwartungshaltung versichern.

Und wie macht er das? Indem er andere – die ihm bei seiner Problemlösung helfen möchten – in eine passive Rolle drängt, deren Entscheidungsbefugnis einschränkt und sie dadurch demotiviert.

Unbewusst vermittelt er uns das Gefühl, das er mal wieder alles Wesentliche selbst machen muss. Seine Botschaft für uns lautet: „Man kann euch nichts zutrauen. Ich kann mich nicht auf euch verlassen.“

Das „Fremde-retten-Spiel“ des Beziehungs-Typs

Das Ziel dieses Spiels ist es, alle Fäden in der Hand zu behalten. Hier geht es um Kontrolle.

Zuerst bietet er seinem Umfeld seine Hilfe an, unterstützt sie und nimmt ihnen Arbeit ab. Das macht er deswegen, um die Eigeninitiative und Selbstverantwortung der anderen zu schwächen.

Das unbewusste Signal lautet: „Ich bin da, um euch zu dienen“. Die Botschaft dahinter lautet jedoch: „Ihr seid unfähig und hilflos. Ihr braucht meine Unterstützung.“

Sich vor Spielen schützen bzw. sie durchkreuzen

Wenn Sie erkannt haben, dass Sie es mit einem Beziehungs-Typ zu tun haben, der eines seiner Spiele mit Ihnen spielt oder es vorhat, dann haben Sie zwei Möglichkeiten, diesem energieraubenden Verhalten zu entkommen.

Der Beziehungs-Typ ist ganz in seinen Gefühlen verstrickt und begegnet auf der Gefühlsebene anderen Menschen. Wenn Sie das wissen, dann ist es gut, wenn Sie möglichst versuchen, auf dieser Gefühlsebene zu bleiben. Auch wenn es schwerfallen sollte, weil Sie ein anderer Persönlichkeits-Typ sind.

Bleiben Sie lebendig und gefühlvoll und nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst. Bleiben Sie in der Gefühlswelt des anderen und sorgen Sie dafür, dass er selbst über sein Problem nachdenkt.

Tappen Sie nicht in die Falle, ihm einen Lösungsvorschlag anzubieten oder ihm helfen zu wollen oder sich gar von ihm helfen zu lassen, sich Arbeit abnehmen zu lassen. Bleiben Sie im Gefühl und geben Sie vor, keine Lösung zu haben, gerade nicht klar denken zu können.

Fragen Sie ihn stattdessen, wie er darüber denkt. Setzen Sie voraus, dass er sich schon Gedanken gemacht hat und fragen Sie ihn nach seinen Erkenntnissen. Bleiben Sie unwissend.

Wenn Sie das konsequent durchhalten, werden Sie feststellen, dass sich der Beziehungs-Typ ganz schnell ein anderes Opfer suchen wird, das bereit ist, für ihn zu denken.

So finden Sie heraus, ob Sie es mit den Spielen eines Beziehungs-Typs zu tun haben

Ich bin mir sicher, dass Sie bereits wissen, wie Sie das herausfinden können. Richtig. Nämlich mit den Testmethoden aus den Folgen 25 und 26. Seien Sie kreativ, ideenreich und gehen Sie die Sache spielerisch an. Sie können nichts falsch machen.

Sollte es Ihnen schwerfallen, die vorgestellten Lösungen umzusetzen, könnte es daran liegen, dass Sie unbewusst, negative Glaubenssätze, Antreiber oder Einschärfungen mit sich herumtragen, die es aufzulösen gilt. Manchmal ist es auch gut, sich mit seinen Selbstwerten zu befassen, um seinen Zielen ein Schritt näher zu kommen.

Finden Sie heraus, wo bei Ihnen der Hase im Pfeffer begraben liegt und scheuen Sie sich nicht, Hilfe durch die ein oder andere Coachingsitzung in Anspruch zu nehmen.

Viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben. Und wenn ich Sie unterstützen kann, dann freue ich mich.

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre
Susanne Witschas

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