Kategorie: Psychographie

(37) Niemand ist gerne abhängig

Was werden Sie wohl denken, wenn Ihnen jemand erzählt, er sei ein Abhängigkeits-Typ? Ich kann Ihnen jetzt schon sagen, dass Ihre Gedanken bestimmt in eine ganz falsche Richtung gehen.

Die Abhängigkeits-Typen im Denkmodell der Psychographie sind nicht von Alkohol, Medikamenten oder Drogen abhängig, sondern von etwas ganz anderem.

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Bisher hatte ich über Selbstzweifel und Sorgen berichtet und darüber, wie sehr diese beiden Themen die Betroffenen unter Umständen belasten können. Heute schreibe ich über ein Thema, das ich selbst nachvollziehen kann.

Abhängig von der Gefühlslage anderer

Dass ich zu den Abhängigkeits-Typen gehöre, die sich verantwortlich für das Wohlbefinden und die positive Gefühlslage anderer verantwortlich fühlen, habe ich erst während meiner Coachingausbildung herausgefunden. Seitdem ich das jedoch weiß, gehe ich sehr aufmerksam durch das Leben und kann mich sehr schnell zurücknehmen, wenn ich spüre, dass ich wieder in mein altes Verhaltensmuster zurückzufallen beginne.

Zeit meines Lebens habe ich mich immer darum gekümmert, dass es anderen gut geht, dass sie sich wohl fühlen und dass alles so ist, wie sie es sich vorstellen. Es war mir immer sehr wichtig, dass absolute Harmonie um mich herum herrschte. Es ging mir gut, wenn ich das Gefühl hatte, dass es auch anderen gut ging.

Ich habe mich stets zurückgenommen und Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer genommen. Mich und meine Bedürfnisse, meine Wünsche und Ziele habe ich immer an die letzte Stelle gestellt und mir vorgenommen mich darum zu kümmern, sobald ich dazu Zeit hätte. Aber die Zeit dazu hatte ich so gut wie nie.

Abhängig von der Meinung anderer

Der zweite Abhängigkeits-Typ fühlt sich nur wohl, wenn er denkt, dass andere eine gute Meinung von ihm haben. Er tut alles dafür, dass er bei allen gut ankommt und als kompetent wahrgenommen wird. Er legt großen Wert auf sein Image. Erst, wenn er der Überzeugung ist, dass andere denken, er sei perfekt, dann fühlt er sich wohl. Dann geht es ihm gut.

Dieser Abhängigkeits-Typ hat die Tendenz, ständig mit jedem zu konkurrieren. Er muss stets der Gewinner sein, sonst denkt er, dass man ihn nicht mag.

Er ist so damit beschäftigt, viele verschiedene Rollen zu spielen und unterschiedliche Gesichter zu zeigen, dass er nicht erkennt, dass er nicht authentisch ist.

Abhängig von der Aufmerksamkeit anderer   

Dieser Abhängigkeits-Typ macht sich das Leben ebenfalls unnötig schwer, weil er von anderen Personen Anerkennung erwartet. Er möchte von ihnen bestätigt bekommen, dass er interessant und wertvoll ist und gesehen wird. Bei diesen Personen handelt es sich um Menschen, die er entweder sehr schätzt oder aber auch seinen Ansprüchen nicht genügen.

Wenn er von anderen nicht erhält, was er möchte, dann ist er enttäuscht und zieht sich zurück. Unbewusst hat er Angst vor seiner Abhängigkeit und davor, von anderen in Anspruch genommen zu werden.

Nur nicht zeigen, dass man ein Abhängigkeits-Typ ist

Alle drei Abhängigkeits-Typen treten betont unabhängig auf. Damit möchten Sie von sich und ihrem Fallenverhalten ablenken. Warum? Vielleicht ist es ihnen unangenehm, wenn andere erkennen, dass sie sich von etwas abhängig machen, auf das sie keinen Einfluss nehmen können.

Raus aus dem Fallenverhalten

Wie Sie Ihrem Fallenverhalten entkommen können, lernen Sie im Autonomietraining. Über dieses Thema werde ich in einem der nächsten Artikel schreiben. Bleiben Sie neugierig und schauen Sie immer mal wieder in meinem Blog vorbei.

Stecken auch Sie in der Abhängigkeitsfalle fest?

Um das herauszufinden, können Sie gerne die Testmethoden in den Folgen 25 und 26 dieses Blogs ausprobieren. Vielleicht haben Sie sich aber auch schon längst erkannt in einem der vorgestellten Typen.

Wenn Sie unter Ihrem Fallenverhalten leiden sollten, dann könnten Sie zunächst einmal mit einer Bachblütenmischung beginnen. Mit diesen wertvollen und effektiven Impulsgebern werden Sie die für Sie notwendigen nächsten Schritte leichter erkennen.

Wenn Sie Hilfe oder Anregungen benötigen, bin ich gerne für Sie da. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre
Susanne Witschas

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(36) Sorgen, Sorgen – nichts als Sorgen

Vor einigen Jahren war ich auf einem Tagesseminar ausschließlich für Frauen von Robert Betz. Während dieses Seminars kam Herr Betz auch auf das Thema Sorgen zu sprechen und meinte mit einem Augenzwinkern: „Viele Frauen, insbesondere Mütter, hätten die Tendenz sich ständig Sorgen zu machen. Aber er könne uns versichern, dass Sorgen noch niemals etwas verändert hätten. Im Übrigen seien Sorgen nichts anderes als die größte gedankliche Umweltverschmutzung die es je gab.“

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Ich glaube, dass fast jede Teilnehmerin – ob sie nun zum Sorgentyp zählte oder nicht – ein Schmunzeln oder gar Lachen nicht hatte unterdrücken können.

Mir gefällt diese Idee der gedanklichen Umweltverschmutzung. Aber genau so, wie Sorgen die Umwelt im übertragenen Sinne verschmutzen können, so können es auch alle anderen negativen Gedanken, die wir ständig – ob bewusst oder unbewusst – aussenden.

Sorgen sind nicht gleich Sorgen

So wie es drei unterschiedliche Selbstzweifel-Typen gibt, über die ich im vergangenen Artikel geschrieben habe, so gibt es auch drei Sorgen-Typen.

Und ein echter Sorgen-Typ spürt das „sich Sorgen machen“ ebenfalls körperlich. Die Sorgen, die einen plagen und gedanklich nicht mehr loslassen, können auch hier für schlaflose Nächte, Ängste und Panikattacken sorgen.

Sich Sorgen machen bedeutet nichts anderes, als sich negativ mit der Zukunft zu beschäftigen.

Eine Kundin erzählte mir, dass sie sich so in ihre Sorgen, was alles Schlimmes passieren könne, hineinsteigern kann, dass sie sich tatsächlich erbrechen muss. Ihr ist zwar klar, dass diese sorgenvollen Gedanken völlig überflüssig sind, aber sie falle immer wieder in das gleiche „Gedankenmuster“ zurück. Das Schlimmste dabei sei, dass ihr Verhalten ihre Familie sehr belastet.

Der Sorgen-Typ der andere rettet

Ein Freund von mir macht sich ständig Sorgen darum, ob sein Verhalten und seine Äußerungen auch ja niemanden wehtun oder schaden. Er ist so besorgt darum, niemandem auf den „Schlips“ zu treten, dass es ihm schwerfällt, bei einer Diskussion seine eigene Meinung zu vertreten. Es könne ja sein, dass sich diese Person dann verletzt fühlt und sich von ihm abwendet.

Er hat das Gefühl, andere retten zu müssen – wovor auch immer. Er ist so damit beschäftigt, sich in andere hineinzufühlen, zu erspüren was sie gerne möchten, was ihren gut tut, dass er gar nicht mehr dazu kommt, sich selbst zu spüren.

Eine andere Freundin setzt ganz selbstverständlich voraus, dass andere gefährdeter seien als sie selbst. Sie stellt sich vor, was alles passieren könne: Unfälle, Krankheiten oder sogar Verbrechen. Um diese noch nicht eingetretenen Gefahren von Ihren Lieben abzuwenden, entscheidet und handelt sie für andere. Sie bevormundet in bester Absicht.

Der Sorgen-Typ der sich für andere aufopfert  

Dann gibt es Menschen, die sich um andere kümmern, Dinge für sie erledigen und Entscheidungen für sie treffen. Sie machen das auf ihre ganz eigene praktische Art und Weise. Sie fragen andere nicht, ob und wie sie die Dinge für sie erledigen sollen. Sie sind überzeugt davon, dass sie alles richtig machen und andere absolut dankbar dafür sind, dass sie so überfahren und entmündigt werden.

Sie setzen voraus, dass der andere in praktischen Dingen ihnen selbst unterlegen ist.

Dieser Sorgen-Typ ist der Auffassung, dass niemand Dinge besser erledigen kann als er selbst. Und dass alles, was er tut, richtig ist und was andere tun falsch ist.

Dieser Sorgen-Typ ist sehr hilfsbereit und fällt fast unter die Kategorie „Mutter Theresa“. Wenn aber dieser Persönlichkeitstyp nicht aufpasst, kann er sehr schnell übergriffig werden. Die Menschen wenden sich dann von ihm ab. Und das wiederrum versteht er ganz und gar nicht. Denn er hat es doch nur gut gemeint.

Der Sorgen-Typ der sich nur um sich selbst sorgt

Dies ist der sogenannte „charmante Egoist“ unter den drei Sorgen-Typen. Er hat in der Regel ein sonniges Gemüt und will niemandem etwas Böses.

Er ist damit beschäftigt, sich um sich selbst zu sorgen, insbesondere um seine Zukunft. Es ist ihm wichtig dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht und er immer über genügend finanzielle Mittel verfügt, um sein Leben sorglos genießen zu können. Dadurch, dass er ständig mit dem Planen seiner Zukunft beschäftigt ist, kommt er nicht dazu, das Geplante auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Dieser Sorgentyp empfinden wir in der Regel als sehr gesellig und unterhaltsam. Durch sein optimistisches Auftreten, seine vernünftigen Argumente und sein ständiges Reden lenkt er von seinen Zukunftsängsten ab.

Sind Sie ein Sorgen-Typ?

Wenn Sie sich nicht schon in einem dieser drei Beispiele erkannt haben, dann können Sie ja gerne einmal herausfinden, ob Sie ein Sorgen-Typ sind. Wie Sie wissen, finden Sie verschiedene Testmethoden in den Folgen 25 und 25 dieses Blogs.

Und wenn Sie feststellen, dass Ihre Sorgen Ihnen das Leben schwer machen, dann könnten Sie ja mal eine Bachblütenmischung zusammenstellen und sehen, was sich in Ihrem Leben zu verändern beginnt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viele neue und spannende Erkenntnisse.

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre
Susanne Witschas

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(35) Selbstzweifel: Haben das nur die Guten?

Als ich dabei war, das Konzept dieser Folge in meinem Kopf schon mal zu gestalten, stieß ich rein zufällig auf einen Podcast eines Schweizer Geistlichen. Es ging darum, dass Gott Moses bat, sein Volk aus Ägypten zu führen. Moses jedoch – voller Selbstzweifel, ob er der Aufgabe gewachsen sei – bat Gott, einen anderen zu schicken.

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Daraus schlussfolgert der Geistliche, dass nur Menschen unter Selbstzweifel leiden, die die ihnen übertragenen Aufgaben perfekt erledigen, denn Moses war ja schlussendlich erfolgreich. Und die anderen, die keine Selbstzweifel verspüren, sind dann im Umkehrschluss die, die nicht fähig sind. Die nicht führen können und sich im Hintergrund halten.

Weiter meinte er, dass die Menschen, die unter Selbstzweifel leiden, ihre Stärken und Schwächen genau kennen und sich nichts vormachen. Wer an sich selbst zweifelt, würde das Ausmaß der Arbeit, die vor einem liegt, sehr genau einschätzen können. Und daher gab er den Ratschlag: „Mache es wie Moses: Sei selbstkritisch.“ Denn die Selbstkritik fördere seiner Meinung nach das Selbstvertrauen.

Der Geistliche meinte weiter, dass wir unbedingt Menschen brauchen, die unter Selbstzweifel leiden. Denn nur die seien in der Lage, die anderen unfähigen und selbstzweifelfreien Menschen zu führen.

Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich nicht unter Selbstzweifel leide?

Diese Frage habe ich mir zuerst gestellt. Danach fragte ich mich, ob denn Selbstzweifel und Selbstkritik ein und dasselbe sind. Und ich kam zu dem Ergebnis, dass es sich hier um zwei Paar Stiefel handelt.

Die Selbstzweifel-Stiefel sind mir persönlich unbekannt. Die Selbstkritik-Stiefel jedoch trage ich schon mein ganzes Leben lang.

Lassen Sie uns herausfinden, welche Stiefel Sie tragen.

Der Selbstzweifel-Typ der seine Ziele in Frage stellt

Im Denkmodell der Psychographie gibt es drei unterschiedliche Selbstzweifel-Typen. Eine Freundin ist der Selbstzweifel-Typ, der an sich selbst und andere so hohe Erwartungen stellt, dass ihr sofort Zweifel kommen, ob diese Ziele denn überhaupt zu erreichen sind. Sie ist aber nicht in der Lage, die Ziele etwas herunterzuschrauben. Darunter leidet sie körperlich bzw. psychisch. Man kann sagen, dass sie ihre Selbstzweifel tatsächlich spürt.

Sie versuchte mir zu erklären, dass ihre Selbstzweifel ihre Gefühlswelt negativ beeinflussen. Und je mehr ihre Gefühle durcheinandergeraten, desto mehr Selbstzweifel werden wach. Und das führt wiederum dazu, dass sie an ihren Fähigkeiten und Talenten, von denen sie weiß, dass sie sie hat, zu zweifeln beginnt, weil sie nicht mehr klar denken kann.

Der Selbstzweifel-Typ der Vergangenes in Frage stellt

Eine andere Freundin ist der Selbstzweifel-Typ, der immer vergangene Entscheidungen, Handlungen und Geschehnisse in Frage stellt. Sie verliert sich im Grübeln darüber, ob sie nicht etwas hätte anders machen sollen oder können. Ständig spielt sie Vergangenes im Kopf so lange durch, bis sie davon überzeugt ist, dass sie alles falsch gemacht hat. Das Grübeln bestimmt ihr Dasein, manchmal für Tage. Sie wacht nachts auf, und sofort sind diese quälenden Zweifel wieder da.

Bevor sie bei mir zum Coaching und zur Hypnosetherapie war, konnte sie sich bis zum Erbrechen in diese Zweifel hineinsteigern. Und wenn sie Pech hatte, mündeten sie sogar in Panikattacken.

Auf meine Frage, wie sich diese Selbstzweifel anfühlen, meinte sie, es sei bei ihr so, als wäre sie einem unruhigen Meer hilflos ausgeliefert. Aber Gott sei Dank meinte sie, kann sie diese Selbstzweifel inzwischen sehr schnell kontrollieren, zu ihren Entscheidungen stehen und sich wieder auf die Gegenwart konzentrieren.

Der Selbstzweifel-Typ der sich selbst in Frage stellt

Und der dritte Selbstzweifel-Typ zweifelt an seiner eigenen Person. Man nimmt sich subjektiv wahr und übersieht seine eigenen positiven Seiten. Man erkennt nicht mehr, was man genau will und was genau zu tun ist. Es kommt zu einer inneren Unzufriedenheit und zu Unsicherheit. So kann es sein, dass man erst gar nichts in Angriff nimmt. Auch dieser Zustand wirkt sich negativ auf das Gefühlsleben aus.

Hier jedoch konnte mir bisher keiner der betroffenen Personen schildern, wie es sich anfühlt, wenn man sich einredet, nicht gut genug für nichts zu sein. Einig waren sich alle darin, dass sich die Zweifel im Kopf befinden würden und man sich dort irgendwie „wuschig“ fühlen würde. Eine Klientin meinte, sie hätte das Gefühl, diese Gedanken unter Kontrolle halten zu müssen, damit ja keine Gefühle aufkommen.

Selbstzweifel führen nirgendwohin – Selbstkritik im besten Fall zur Selbsterkenntnis

Wie ich bereits erwähnte kenne ich keine Selbstzweifel. Zumindest nicht so wie geschildert. Sollte ich einmal an etwas zweifeln, dann spielt sich das ganz nüchtern auf einer sachlichen Ebene ab. Es beeinflusst mich nicht gefühlsmäßig. Über Vergangenes oder an mir selbst zweifle ich nie.

Mögliche Zweifel beziehen sich bei mir auch immer nur drauf, ob ich etwas kann oder ein Ziel erreiche. Ich analysiere dann, ob meine Erwartungen und Ziele realistisch sind oder nicht. Und wenn ich der Meinung bin, dass meine Vorhaben realisierbar sind, dann mache ich mich auf den Weg. Und ich halte erst dann an, wenn ich erreicht habe, was ich möchte.

Aber sind das dann wirklich Selbstzweifel? Handelt es sich hierbei nicht eher um gesunde Selbstkritik?

Was meinen Sie dazu? Finden Sie sich in einem Selbstzweifel-Typ wieder? Oder geht es Ihnen eher wie mir?

Wenn Sie möchten, können Sie das gerne einmal herausfinden. Entweder wissen Sie die Antwort schon jetzt oder Sie finden sie mit Hilfe der vielen vorgestellten Testmethoden heraus.

Der erste Schritt aus der Selbstzweifel-Falle könnte zum Beispiel eine Bachblütenmischung sein. Der zweite Schritt wird dann von ganz alleine kommen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und bin wie immer gerne für Sie da.

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre
Susanne Witschas

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(34) Empathie: Mitgefühl oder Mitleid?

Im Laufe meines Lebens und in meiner Eigenschaft als Coach bin ich immer wieder über das Thema „Empathie“ gestolpert und stolpere noch immer. Das Thema „Empathie“ begleitet uns alle unser Leben lang. Es beeinflusst – ob wir wollen oder nicht – immer unser Gefühlsleben und unsere Entscheidungen. In der Regel läuft dieser Vorgang unbewusst ab. Manche Menschen erkennen, welchen Einfluss die Empathie auf ihr Leben hat, andere wiederum nicht. Die einen leiden unter der Empathie, andere nicht.

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Was aber genau versteht man denn nun unter „Empathie“. Ist es die Fähigkeit mit anderen Menschen mitzufühlen oder die Fähigkeit mit ihnen mitzuleiden? Gibt es da denn überhaupt einen Unterschied? Ich bin der Meinung, dass es einen Unterschied gibt. Und andere sind der Meinung, dass Mitgefühl und Mitleid nur eine von drei verschiedenen Empathie-Formen sind.

Die unterschiedlichen Arten der „Empathie“

In einem Fachartikel las ich, dass die Autorinnen Anne Heintze und Ananda Hummer in ihrem Buch „Die Gabe der Empathien“ drei Arten unterscheiden. Neugierig las ich, zu welchen Schlussfolgerungen die beiden Autorinnen kamen. Nach Ende der Lektüre war ich jedoch der ganz persönlichen Meinung, dass es nur zwei Formen der Empathie gibt.

Lassen Sie mich Ihnen die Denkmodelle vorstellen, und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.  

Emotionale Empathie

Menschen, bei denen die emotionale Empathie am stärksten ausgeprägt ist, können sich ganz intensiv auf ihr Gegenüber einstellen und die Gefühle der anderen genau nachempfinden.

Hier geschieht – nach Auffassung der Autorinnen – eine „emotionale Ansteckung“, da sich die Stimmung und die Gefühlslage auf den ihnen zugewandten und emotional empathischen Menschen überträgt. Das passiert dadurch, dass sie sich nur schwer oder gar nicht gegenüber anderen abgrenzen können. Und das Ergebnis ist, dass sie mit den anderen Menschen mitleiden und sich genauso schlecht fühlen wie die hilfesuchenden Personen.

Kognitive Empathie

Hier ist die Fähigkeit, die wesentlichen Gefühle, Gedanken, Motive und Absichten des Gegenübers nachzuvollziehen am stärksten ausgeprägt. Der Unterschied zur „emotionalen Empathie“ ist jedoch, dass der „kognitiv empathische“ Mensch die Gefühle des anderen nicht selbst empfindet.

Diese Form der Empathie ist möglicherweise die gesündeste Form, denn man bleibt im Austausch mit anderen nicht ausgelaugt, erschöpft und deprimiert zurück.

Soziale Empathie

Bei dieser Form der Empathie ist man in der Lage, sich sehr leicht auf unterschiedliche Altersgruppen, Temperamente oder unterschiedliche Kulturen einzustellen. Die „soziale Empathie“ ermöglicht es, die Stimmungen zwischen den Menschen und verschiedenen Gruppen wahrzunehmen und – falls erforderlich – instinktiv positiven Einfluss auf die Gruppenenergie zu nehmen.

Emotionale Empathie: tatsächlich Mitgefühl oder nicht doch Mitleid?

Hier bin ich der Meinung, dass es sich nicht um „Empathie“ handelt, also um die Fähigkeit mitzufühlen, sondern um die Fähigkeit mitzuleiden. Und dieses Mitleid tut niemandem gut, und es hilft auch niemandem.

Mit jemandem mitzuleiden, sich also die negativen Gefühle anderer zu eigen zu machen und zu denken, man würde dem anderen damit helfen, ist ein Trugschluss. Am Ende fühlt sich nicht nur einer schlecht, sondern beide. Und dann ist nicht nur eine oder einer nicht in der Lage sich selbst zu helfen, sondern es sind jetzt schon zwei sich hilflos fühlende Personen.

Die verschiedenen Verhaltensweisen empathischer Menschen

Stellen Sie sich vor, Ihre Freundin oder Ihr Freund wurde von ihrem Partner oder ihrer Partnerin verlassen und klagt Ihnen ihr Leid.

Als eine „emotional empathische“ Person würden Sie in diesem Fall den Schmerz Ihrer Freundin oder Ihres Freundes tatsächlich körperlich fühlen und vielleicht selbst den Tränen nahe sein. Diese Verhaltensweise hat starke Ähnlichkeit mit dem „Beziehungstyp“ der Psychographie.,

Wenn Sie „kognitiv empathisch“ geprägt wären, würden Sie die Gefühle nachempfinden können. Sie würden überlegen, wie Sie helfen könnten. Diese Art des Mitgefühls ist in der Psychographie dem „Handlungstyp“ zugeordnet.

Und als „sozial empathische“ Person würden Sie zwar die Traurigkeit verstehen, sie aber nicht wirklich fühlen. Außerdem würden Sie auch die Beweggründe der Person anschauen, die Ihre Freundin oder Ihren Freund verlassen hat. Und auch hierfür gibt es in der Psychographie eine Kategorie, nämlich den „Sachtyp“.

Die Empathie ist jedem Menschen in die Wiege gelegt worden

Jeder von uns verfügt über die Fähigkeit mitzufühlen. Nur kann es sein, dass nicht jede Art der Empathie gleich stark ausgebildet ist.

Menschen, die sich sehr gut selbst kennen, sind häufig schnell in der Lage zu erkennen, ob ihre kognitiven oder sozialen empathischen Fähigkeiten gefragt sind. Und sie sind normalerweise auch in der Lage, sich gut gegenüber anderen Personen und deren negativen Gefühlen abzugrenzen.

Wie stark ist Ihr Mitgefühl ausgeprägt?

Um das herauszufinden, können Sie gerne meine bisher vorgestellten Testmethoden ausprobieren. Sie finden Sie unter der Kategorie „Übungen“ oder in den Folgen 25 und 26 dieses Blogs.

Mögliche Fragen könnten sein:

  • Bin ich jemand, der in erster Linie mit anderen mitleidet oder mitfühlt?
  • Kann ich mich gut abgrenzen gegenüber den negativen Gefühlen anderer?
  • Welche Art der Empathie ist bei mir am stärksten ausgeprägt: die emotionale, die kognitive oder die soziale Empathie?
  • Welchem Persönlichkeitstyp entspreche ich am ehesten? Die Persönlichkeitstypen finden Sie in den Folgen 18 und 19.

Was tun, wenn ich der „mitleidende“ Typ bin?

Falls Sie daran etwas ändern möchten, könnten Sie einmal schauen, was denn dahinterstecken könnte. Lassen Sie sich von meinen bisherigen Artikeln auf der Suche nach möglichen Gründen inspirieren.

Oder Sie stellen sich eine Bachblütenmischung zusammen und schauen, wohin Sie dieser Weg führt.

Gerne bin ich für Sie da, wenn Sie Unterstützung brauchen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanne Witschas

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(19) Paartherapie: Möglichkeiten zur Konfliktlösung für jeden Persönlichkeitstyp (Teil 3)

Willkommen zum dritten Teil meiner Artikelserie zum Thema „Paartherapie“. Heute erkläre ich Ihnen, wie Sie Ihr bisheriges Wissen anwenden könnten, um ein wenig Ruhe in angespannte Beziehungen zu bringen.

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Aber zunächst würde mich interessieren, ob Sie schon Ihren Persönlichkeitstyp herausgefunden haben. Oder den Ihrer Familienmitglieder, Freunde und Kollegen.

Falls nicht – verzagen Sie nicht, wenn Sie noch unsicher sind. Es ist schwieriger, als man denkt.

Denn da wir alle uns ja ständig im Fluss befinden, sind wir immer – mal mehr oder weniger ausgeprägt – auch in anderen Persönlichkeitstypen unterwegs.



Wir alle können Handeln, Fühlen und Denken

In jedem von uns steckt die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, Mitgefühl zu empfinden und Erkenntnisse zu gewinnen. Aber in schwierigen Situationen kann es passieren, dass wir uns in einem Bereich festfahren. So sind auch Jutta, Renate und Harald in ihren jeweiligen Persönlichkeiten „gefangen“. Die Geschichten dieser drei habe ich im zweiten Teil erzählt.

Jutta – der Handlungstyp

Sie hat sich im Handeln festgefahren. Und vor lauter Tun und Machen hat sie keine Zeit mehr, zur Ruhe zu kommen, um zu spüren, was ihre Kinder tatsächlich brauchen und was ihr Mann will und erwartet. Und was fast noch wichtiger ist: Jutta spürt auch ihre eigenen Bedürfnisse nicht. Denn vor lauter Arbeit verdrängt sie alles, was sie vom Erledigen ihrer Aufgaben ablenken würde. 

Renate – der Beziehungstyp

Sie ist so mit ihren eigenen Gefühlen beschäftigt, dass sie nicht in der Lage ist, die Situation klar und sachlich zu betrachten. Sie bezieht alles auf sich selbst. Renate erkennt nicht, dass ihr Chef einfach so ist wie er ist und mit allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern exakt genauso umgeht wie mit ihr.

Harald – der Sachtyp

Er ist so sehr mit dem Analysieren und Verstehen beschäftigt, dass er darüber hinaus vergisst, dass es gut wäre, an der Situation zu seinem Freund etwas zu ändern. Den ersten mutigen Schritt zu tun. Für Harald wäre es wichtig zu wissen, was er selbst möchte und sich dann zu entscheiden, wie er vorgehen möchte, um Antworten zu erhalten.

Der Fluss des Lebens

Jeder von uns befindet sich in einer ständigen Persönlichkeitsentwicklung. Ob bewusst oder unbewusst. Wir können uns gar nicht davor schützen. Auch wenn wir das wollten. Täglich strömt eine Vielzahl von vorhersehbaren und unvorhersehbaren Dingen auf uns ein, die es zu bewältigen gibt. Und mit jeder Herausforderung, die wir meistern, sind wir ein Stückchen an Erfahrung reicher.

Wenn wir in der glücklichen Lage sind, aus diesen Erfahrungen auch etwas Positives zu lernen und das dann auch in unserem Leben umzusetzen, dann entwickeln wir ganz automatisch unsere Persönlichkeit.

Unweigerlich fühlen wir uns von Menschen angezogen, die eine klare Persönlichkeit entwickelt haben. Denn sie ruhen in sich selbst und sind damit unbewusst Vorbilder.

So können auch Sie gelingende Beziehungen führen

Wenn Sie wissen, welcher Persönlichkeitstyp Sie sind, dann wissen Sie auch, welche „Hürde“ Sie nehmen sollten, um in erster Linie sich selbst Gutes zu tun.

Lassen Sie mich das näher erklären:

Jutta als Handlungstyp täte es gut, sich einmal Zeit zum „in sich selbst hinein zu spüren“ zu nehmen. Dann würde sie erkennen, was ihr selbst guttun würde. Sie hat verlernt, Dinge mit Freude, Spaß und Leichtigkeit zu tun.

Der zweite Schritt wäre der, sich in ihre Kinder und ihren Ehemann einzufühlen, um auch hier zu erkennen, was sie an ihrem Verhalten ändern muss.

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Renate als Beziehungstyp hingegen wäre gut beraten, wenn sie einen Weg finden würde, sich erst einmal auf sich selbst zu konzentrieren und sich abzugrenzen.

Nur so kann sie als Beziehungstyp die Situation an ihrem Arbeitsplatz sachlich und wertfrei betrachten und erkennen, dass das Verhältnis zu ihrem Chef nicht so „lieblos“ ist, wie sie es empfindet.

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Harald als Sachtyp wird nur Antworten auf seine vielen Fragen erhalten, wenn er etwas dafür tut. Als Sachtyp fällt es ihm schwer, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und für sich selbst etwas zu tun.

Solange er nur nachdenkt, wird sich an seiner Situation nichts ändern. Es wäre angebracht, den ersten Schritt zu tun und das Gespräch mit seinem Freund zu suchen. Wer weiß, vielleicht stellt sich heraus, dass sein Freund Bernd die ganze Sache anders sieht und empfindet?

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Coaching hilft

Sollten Sie nicht zu den Menschen gehören, die sich selbst schon sehr gut kennen und die genannten Entwicklungsschritte ganz automatisch einsetzen, dann können Ihnen einige Coachingsitzungen sicher helfen.  

Manchmal schlummern noch irgendwelche negativen Erfahrungen in unserem Unterbewusstsein, die jede Veränderung im Keim ersticken. Aber alle diese hemmenden Einflüsse können aufgespürt, erkannt und aufgelöst werden. Auch bei Ihnen.

Es grüßt Sie herzlich
Susanne Witschas

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(18) Paartherapie: Wer die Persönlichkeitstypen kennt ist eindeutig im Vorteil (Teil 2)

Wie versprochen, werde ich Ihnen heute verraten, wie Sie durch aufmerksames Zuhören herausfinden können, zu welchem Persönlichkeitstyp Ihre Mitmenschen gehören. Hierzu erzähle ich Ihnen zunächst drei Geschichten.

Jutta und ihre Familie

Jutta ist verheiratet und hat zwei Kinder im jugendlichen Alter. Sie ist mit Leib und Seele Hausfrau, Mutter und Ehefrau. Ihr Mann ist häufig auf Dienstreise. Seit geraumer Zeit stellt sie fest, dass ihre Kinder sich mehr und mehr zurückziehen. Sie werden immer wortkarger und helfen nicht mehr im Haushalt. Die schulischen Leistungen ihres Sohnes lassen inzwischen zu wünschen übrig, und ihre Tochter ist nur noch in den sozialen Netzwerken unterwegs. Wenn ihr Mann nach Hause kommt, möchte er meist seine Ruhe haben und hat kein Ohr für ihre Sorgen.

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Jutta ist frustriert und vertraut sich ihrer Freundin an:
„Ich bemühe mich ständig, dass alle zufrieden sind. Dass der Haushalt in Ordnung ist, dass das Essen pünktlich auf dem Tisch steht. Ich renne hin und her und reiße mir ein Bein aus, damit wir noch ein halbwegs funktionierendes Familienleben haben. Aber es scheint keinen zu interessieren. Ich habe schon mehrmals versucht, mit meinem Mann darüber zu sprechen. Aber es ist zwecklos. Am liebsten würde ich alles hinschmeißen, meine Koffer packen und auf eine einsame Insel fahren.“

Renate und ihr neuer Vorgesetzter

Renate hat seit einigen Monaten einen neuen Chef, mit dem sie überhaupt nicht klarkommt. Er ist sehr korrekt und zurückhaltend. Im Gegensatz zu Renate, die mit ihren Kolleginnen und Kollegen gerne Privates austauscht und Anteil am Leben anderer nimmt, spricht ihr Chef kaum über sein Privatleben. Darüber hinaus ist Renate in seiner Gegenwart sehr unsicher und hat das Gefühl, dass er ihre Stärken überwiegend im Kaffee kochen sieht. Sie bemerkt, dass sie von Tag zu Tag nervöser wird und sie nicht mehr gerne ins Büro geht.

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Ihrer Freundin berichtet sie folgendes:
„Ich ärgere mich darüber, dass ich mich so verunsichern lasse. Wenn mein Chef auch nur ansatzweise den Mund aufmacht, kann ich schon gar nicht mehr klar denken. Und irgendwie glaube ich, dass er mich nicht mag. Ich fühle mich lieblos behandelt und das macht mich verdammt sauer.“

Harald und sein Jugendfreund

Harald und Bernd sind seit der Grundschule beste Freunde. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten so manche Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt und sich im Laufe der Zeit auch mal für einige Jahre aus den Augen verloren. Beide haben sie geheiratet und eine Familie gegründet. Bernd ist inzwischen geschieden und hat seit kurzer Zeit wieder eine neue Beziehung. Seitdem stellt Harald fest, dass Bernd sich mehr und mehr verändert. Er ist, was seine neue Beziehung betrifft, mit Informationen sehr zurückhaltend und trifft sich immer seltener mit Harald.

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Harald spricht mit seiner Frau:
„Seit Wochen zerbreche ich mir den Kopf darüber, was Bernd hat. So kenne ich ihn gar nicht. Ich fühle mich missachtet. Ich möchte gerne verstehen, was mit ihm los ist. Was passiert ist. Ob es vielleicht an mir liegt, dass er sich zurückzieht? Aber je länger ich darüber nachdenke, desto weniger Antworten finde ich.“

In der Persönlichkeit des jeweils anderen

Sie können aufgrund der Äußerungen erkennen, um welchen Typ es sich handelt.

  • Beginnen wir mit Jutta, die im Handeln für ihre Familie aufgeht. So lange, bis sie keine Energie mehr hat und am liebsten alles hinschmeißen würde.

Als Handlungstyp würde sie sich nie lieblos behandelt fühlen. Egal, ob sie den gleichen Chef wie Renate hätte. Sie würde sich bei Problemen mit ihm hingegen blockiert, behindert oder eingeschränkt fühlen und darüber nachdenken, ob sie sich einen neuen Job suchen soll.

  • Renate leidet darunter, dass sie zu ihrem Chef keine Beziehung aufbauen kann und fühlt sich in ihren Gefühlen verletzt.
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Sie ist der Beziehungstyp und würde versuchen, die familiären und freundschaftlichen Probleme auf der Beziehungsebene zu lösen, indem sie eine gefühlsmäßige Verbindung herstellt. Sie würde versuchen, durch Liebenswürdigkeit die Situation zu beeinflussen. Darüber hinaus wird sie sich aber selbst vergessen, weil sie so sehr auf die Bedürfnisse anderer ausgerichtet ist.

  • Harald hingegen möchte zunächst einmal den Grund für das veränderte Verhalten seines Freundes herausfinden. Er braucht Wissen, um mit der Situation umgehen zu können.

Der Sachtyp hätte mit Renates Chef sicherlich keinerlei Probleme, da sie beide vermutlich den gleichen Persönlichkeitstyp haben. Bei familiären Problemen würde Harald auch zuerst nach dem Warum fragen und Zusammenhänge verstehen wollen.

Hören Sie genau hin

Jeder Persönlichkeitstyp neigt unweigerlich zu Aussagen, die seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Die folgenden Sätze zitiere ich wörtlich aus meinen Unterlagen zur Coachingausbildung:

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Ein Handlungstyp sagt gerne:

Ich habe schon mehrmals versucht … / Ich bemühe mich ständig, renne hin und her und mache …/ Ich weiß nicht, was ich tun kann … / Am liebsten würde ich …

Ein Beziehungstyp sagt gerne:

Ich bin sauer, aufgeregt … / Wenn er schon den Mund aufmacht, dann merke ich … / Ich bin völlig verwirrt und kann gar nicht mehr klar denken … / Ich habe Angst, dass er sich verletzt fühlt …

Und ein Sachtyp sagt gerne:

Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf … / Ich will Ihnen einmal erklären … / Ich habe den Verdacht … / Ich möchte gerne verstehen …

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und viele Erkenntnisse beim aufmerksamen Zuhören. Im nächsten Artikel erkläre ich Ihnen, wie Sie dieses Wissen einsetzen können, um ihre angespannten Beziehungen positiv zu verändern.

Es grüßt Sie herzlich
Susanne Witschas

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(17) Paartherapie: Nicht nur für Ehepaare der Schlüssel zu Veränderungen (Teil 1)

Wenn ich erzähle, dass ich auch Paartherapie anbiete, dann denken meine Klientinnen und Klienten unweigerlich an ein Ehepaar. Dass aber ein Paar nicht unbedingt ein Ehepaar im klassischen Sinne – also Frau und Mann – sein muss, fällt nur wenigen direkt ein.

Foto: pixabay, lizenzfrei

Was also ist ein Paar?

Ein Paar besteht doch immer aus mindestens zwei Teilen, oder? Bei einem Paar Socken handelt es sich normalerweise um zwei identische Socken. Bei einem Paar Schuhe verhält es sich genauso. Auch Handschuhe bilden ein Paar.

Bei uns Menschen bilden ebenfalls zwei Personen ein Paar. Dabei kann es sich um ein Liebespaar oder Ehepaar handeln. Dieses Paar kann natürlich auch gleichgeschlechtlich sein. Und auch Eltern und Kinder führen in gewissem Sinn eine Paarbeziehung.

Zwei Freundinnen oder zwei Freunde sind ebenso ein Paar wie zwei Arbeitskolleginnen oder -kollegen. Und nicht zuletzt stellt auch die Beziehung eines Vorgesetzten zu seinem Mitarbeiter eine Paarbeziehung dar.

Foto: A. Hettich, privat

Was tun, wenn es in der (Paar-)Beziehung zu anderen nicht rundläuft?

Das ist eine gute und spannende Frage, auf die ich keine Antwort habe.

Wie bitte? Warum nicht?

Weil jeder Mensch verschieden ist und keine Paarbeziehung einer anderen gleicht. Und weil ich keine Ratschläge erteilen möchte, die ins Leere laufen.

Nur weil ICH vielleicht in einer ähnlichen Situation mit einer bestimmten Strategie Erfolg haben werde, bedeutet das nicht, dass SIE mit dieser Strategie ebenfalls erfolgreich sein werden.

Vielleicht geht es bei Ihnen gar nicht um einen „Schlachtplan“ den es umzusetzen gilt. Vielleicht geht es gar nicht ums Handeln.

Vielleicht geht es bei Ihnen darum, etwas zu fühlen. Sich zu fühlen. Oder etwas mit einem guten Gefühl zu tun.

Oder aber es geht darum, dass Sie sich Wissen aneignen und etwas erkennen müssen, um dann entscheiden zu können.

Erst wenn Sie wissen, um was es bei Ihnen geht, finden Sie Ihre Lösungsstrategie. Und wird sich der Erfolg von alleine einstellen.

Sich selbst kennenzulernen ist der erste Schritt zu harmonischen Beziehungen

Einen grundsätzlichen Ansatz gibt es aber doch, mit dem an einer Paarbeziehung „gearbeitet“ werden kann.

Der erste Schritt wäre der, herauszufinden, welcher Persönlichkeitstyp Sie sind. Denn je besser Sie sich selbst kennen, desto leichter finden Sie Lösungen für Ihre belastenden Themen.

Foto: pixabay, lizenzfrei

Im Denkmodell der „Psychographie“ gibt es drei Grundtypen

  • Sind Sie jemand, der ständig am Machen ist, alles in die Hände nimmt, Entscheidungen trifft und sich im praktischen Arbeiten verliert? Dann sind Sie ein „Handlungstyp“.

  • Oder sind Sie jemand der sich in die Gefühlswelt anderer Menschen verstricken lässt und vor lauter Mitgefühl – oder sogar Mitleid – sich selbst vergisst? Sich sozusagen im Gefühl verliert? Dann sind Sie ein „Beziehungstyp“.

  • Der dritte Persönlichkeitstyp ist eher ruhig und gelassen und verfügt über eine gute Beobachtungsgabe. Er kann sehr gut analysieren und Zusammenhänge erkennen. Dieser Persönlichkeitstyp verliert sich im Denken und wird „Sachtyp“ genannt.

Wir alle haben von allen drei Persönlichkeitstypen Anteile in uns. Aber in einem Bereich sind wir von Natur aus zu Hause. Und dieser Anteil überwiegt immer. Hier fühlen wir uns wohl, können zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen.

Aber hier besteht auch eine Gefahr: Es passiert häufig, dass wir bei Problemen versuchen, diese mit der uns angeborenen Taktik zu lösen.

  • Ein Handlungstyp wird noch mehr tun und noch weniger fühlen.

  • Ein Beziehungstyp wird noch mehr fühlen und noch weniger klar denken.

  • Ein Sachtyp wird die Situation immer wieder durchdenken, aber immer weniger tun.

Coaching hilft Ihnen hier schnell und effektiv, die Hürde, die Sie bisher ständig umschifft haben, zu nehmen und ihr Ziel zu erreichen. Wie das geht, ist immer ganz individuell.

Welcher Persönlichkeitstyp sind Sie?

Haben Sie vielleicht schon eine Idee, welchem Persönlichkeitstyp Sie entsprechen? Oder sind Sie noch hin- und hergerissen und können sich nicht ganz entscheiden?

Verzagen Sie nicht. In den nächsten Beiträgen werde ich Ihnen nach und nach mehr Hilfestellung geben, um Ihren Persönlichkeitstyp herauszufinden und erkläre Ihnen dann auch, was Sie mit diesem Wissen anfangen können.

Wenn Sie nicht so lange warten möchten, dann kann ein Coaching – das die Psychographie berücksichtigt – schnell helfen. Sie finden entsprechende Coaches auf der Webseite des Internationalen Fachverbandes für Integrierte Lösungsorientierte Psychologie und unter www.heilnetz.de.

Oder Sie greifen einfach zum Telefonhörer und rufen mich an. Ich freue mich immer, wenn ich helfen kann.

Es grüßt Sie herzlich
Susanne Witschas

Und hier geht es zu meinem Gesundheits-Blog
www.naturheilpraxis-witschas.de/blog